Lungenentzündung Kinder

Lungenentzündung bei Kindern

Bei Lungenentzündungen gehören Kinder, neben alten und gesundheitlich angeschlagenen Menschen, zu den Hauptrisikogruppen. In den entwickelten Ländern sind jedes Jahr etwa 2,6 Millionen Mädchen und Jungen im Alter unter fünf Jahren von der Erkrankung betroffen, allein 1,5 Millionen von ihnen werden auf Grund einer Lungenentzündung stationär behandelt. Die Infektionskrankheit zählt weltweit zu den häufigsten Todesursachen bei Unter-Fünfjährigen, da sie gerade bei solch jungen Kindern schwer zu diagnostizieren ist.

Medizinische Einordnung und Hintergründe

Eine Lungenentzündung, in der Fachsprache auch als Pneumonie bezeichnet, ist eine Entzündung der Lungenbläschen oder des Lungengewebes. Besonders häufig tritt die Erkrankung im Säuglings- und Kleinkindalter auf, wenn das Immunsystem noch nicht über ausreichende Abwehrfunktionen verfügt. Medizinisch werden zwei Arten von Pneumonien unterschieden. Betrifft eine Entzündung die Atemwege sowie die angrenzenden Lungenbindegewebe, so handelt es sich um eine Bronchopneumonie. Hat sich die Entzündung in einem Lungenlappen oder in nur in einem Teil des Lungenbindegewebes entwickelt, spricht der Arzt von einer Segment- oder Lobärpneumonie. Statistisch betrachtet erkranken Babys und Kleinkinder häufig an Bronchopneumonien, während ältere Klein- und Schulkinder mit größerer Wahrscheinlichkeit von einer Lobärpneumonie betroffen sind. Je nach Altersgruppe können für die Erkrankung unterschiedliche Erreger verantwortlich sein.

Lungenentzündung Kinder

Ursachen der Erkrankung

Eine typische Lungenentzündung bei jungen Menschen wird durch bakterielle Erreger, die sogenannten Pneumokokken, ausgelöst. Als atypische Pneumonie wird eine Lungenentzündung bezeichnet, die beispielsweise durch Chlamydien oder andere Erreger wie Mykoplasmen verursacht wird. Die Symptome bei einem atypischen Verlauf sind oft nicht stark genug ausgeprägt, wodurch die Pneumonie bei Kindern auch über Wochen unentdeckt bleiben kann. Eine Inkubationszeit von mehreren Tagen kann dazu führen, dass sich die Erreger über die Tröpfcheninfektion weiterverbreiten. Eine Lungenentzündung ist grundsätzlich ansteckend. Aus diesem Grund werden Säuglinge ab zwei Monaten gegen Pneumokokken geimpft, wobei dringend die viermalige Zusatzimpfung gegen Hämophilus influenzae Typ B empfohlen wird.
Der Lungenentzündung im Kleinkindalter geht in der Regel eine harmlos wirkende Erkältung, beispielsweise in Form einer Bronchitis, voraus. Aber auch auftretende Komplikationen während anderer Erkrankungen wie Masern oder Mukoviszidose können die Pneumonie im Kindesalter zur Folge haben. Da Mädchen und Jungen in Kindergärten und Schulen Kontakt zu vielen Altersgenossen haben, ist es ratsam, bei Symptomen einer Pneumonie die Erzieher darüber in Kenntnis zu setzen. So sind andere Eltern bei ersten Anzeichen einer Infektion bereits über das Krankheitsbild aufgeklärt.

Symptome und Verlauf

Als erste typische Anzeichen für eine Lungenentzündung gelten Husten und Fieber. Das Fieber kann durch eine Infektion rasch auf 39 Grad ansteigen. Die Atmung nimmt einen schnellen Rhythmus an und wird zunehmend als schmerzhaft empfunden. Durch Atemnot verringert sich die Sauerstoffzufuhr in der Lunge, sodass Fingernägel oder Lippen eine bläuliche Färbung annehmen. Zu den weiteren Symptomen gehören Schüttelfrost und eine körperliche Beeinträchtigung, die sich in Form von Kraftlosigkeit äußert. In solchen Fällen sollte unbedingt der Kinderarzt aufgesucht werden, damit die Entzündung nicht verschleppt wird und eine womöglich lebensbedrohliche Entwicklung der Krankheit vermieden werden kann.

Besonderheiten und Komplikationen

Eine verschleppte Lungenentzündung kann für Kinder schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Es drohen unter anderem eine Lungenfellentzündung oder Wasser- und Eitereinlagerungen in der Brust. Bei einem nicht charakteristischen Verlauf der Pneumonie wird die Infektion oftmals zu spät entdeckt. Alarmierend ist dies vor allem für Eltern, deren Nachwuchs weder starken Hustenreiz aufweist noch solche auffälligen Symptome wie hohes Fieber entwickelt. Hier sollte die Atmung genau untersucht werden. Dabei gilt: je kleiner der Sprössling, umso mehr Atemzüge pro Minute leistet die Lunge im Normalfall. Ist die Atmung jedoch auffallend flach, dann könnte das Kind von einer Lungenentzündung betroffen sein. Säuglinge sollten dabei nicht mehr als 50 mal pro Minute Luft holen, Kleinkinder bis fünf Jahren überschreiten ab 40 Atemzügen den Normbereich. Größere Mädchen und Jungen gelten hingegen bereits bei einer Atemfrequenz von mehr als 30 Atemzügen pro Minute als pneumoniegefährdet.

Diagnose

Bei der Diagnose einer Lungenentzündung im Kindesalter spielen die Symptome eine entscheidende Rolle. Wenn jedoch eine atypische Pneumonie vorliegt, kann die Infektion oftmals erst mithilfe der Röntgendiagnostik und einer Blutuntersuchung ausfindig gemacht werden. Die Entzündungswerte im Blut sind bei einer Infektion erhöht und liefern einen wichtigen Hinweis auf eine unentdeckte Erkrankung. Niedrige Werte im Bereich der weißen Blutkörperchen ermöglichen ebenfalls einen schnellen Aufschluss darüber, ob eine Lungenentzündung vorliegt. Ferner empfiehlt sich bei schwieriger Diagnose ein tiefer Nasen-Rachenabstrich, der im Falle des Vorliegens einer Erkrankung weitere Aufklärung über den Erregertyp liefern kann.

Empfohlene Behandlungsmethoden der Lungenentzündung

Jede Lungenentzündung bei Kindern sollte unbedingt von einem Arzt begutachtet werden. Eltern werden angehalten, die Entscheidung darüber, welche Behandlungsmethoden für ihr Kind am besten sind, nicht allein und ohne ärztlichen Rat zu treffen. In den meisten Fällen – unabhängig davon, ob die Lungenentzündung bakteriellen oder virusartigen Ursprungs ist – wird der Kinderarzt Antibiotika verschreiben. Handelt es sich bei der Pneumonie um eine schwere Infektion, wird der Arzt das Kind vorsichtshalber in die Klinik einweisen lassen. Kinder im Alter unter fünf Jahren, insbesondere jedoch Säuglinge, werden bei einer gefährlichen Infektion vorzugsweise unter Beobachtung gestellt. Fällt die Diagnose positiv aus und die Pneumonie ist verhältnismäßig leicht zu behandeln, so bieten sich neben einer Behandlung mit Antibiotika alternative Heilmittel natürlichen Ursprungs an. Dazu eignen sich vor allem leicht verträgliche Kräuter wie Anis, Salbei, Kamille oder Thymian, die als Tee oder in Form einer Tinktur verabreicht werden können. Während das kindliche Immunsystem noch teils sensibel auf starke Medikamente reagiert, weisen zahlreiche Naturprodukte und Heilpflanzen keine besonderen Nebenwirkungen auf und haben sich bereits in der Behandlung von an Lungenentzündungen erkrankten Kindern bewährt.
Entsprechend des Krankheitsverlaufs wird der Einsatz solcher Mittel auf die jeweiligen Infektionsphasen abgestimmt. Zu Beginn einer Pneumonie muss das Fieber gesenkt, später dann kann der Husten behandelt werden. Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder, die noch kein eigenes Durstgefühl kennen, sollten während der gesamten Behandlungszeit stets mit ausreichenden Mengen an Flüssigkeit versorgt werden. Strenge Bettruhe ist in der gesamten Zeit der Erkrankung unumgänglich. Um weitere Komplikationen zu vermeiden, ist es notwendig, sowohl feucht geschwitzte Bettwäsche als auch den Pyjama des Erkrankten regelmäßig zu wechseln. Zu beachten ist, dass Kleinkinder, die vermehrt Sekret in der Lunge bilden und dieses beim Husten auswerfen, vorsichtig behandelt werden und im Idealfall unter ständiger Beobachtung stehen sollten. In diesem Alter können sich Kinder noch leicht am eigenen Schleim verschlucken. Wichtig sind aus diesem Grund die Verabreichung schleimlösender Mittel sowie der Einsatz von Brustwickeln, welche die Atemwege freimachen und die Durchblutung fördern.
Leichtes Abklopfen oder Massieren der Lunge kann dabei helfen, den Schleim effektiver zu lösen. Säuglinge sollten bei einer Pneumonie immer auf dem Rücken schlafen, da sie als Bauchatmer nur auf dem Rücken liegend frei atmen können. Schläft ein Baby nicht auf dem Rücken, wird es bei Atemnot nicht ausreichend mit Frischluft versorgt. Frische Luft jedoch ist für Kinder, die an einer Lungenentzündung leiden, grundsätzlich unabdingbar. Eltern müssen dabei aber strikt darauf achten, dass ihr Nachwuchs nicht in Bereichen von Zugluft liegt.
Bei Lungenentzündungen gehören Kinder, neben alten und gesundheitlich angeschlagenen Menschen, zu den Hauptrisikogruppen. In den entwickelten Ländern sind jedes Jahr etwa 2,6 Millionen Mädchen und Jungen im Alter unter fünf Jahren von der Erkrankung betroffen, allein 1,5 Millionen von ihnen werden auf Grund einer Lungenentzündung stationär behandelt. Die Infektionskrankheit zählt weltweit zu den häufigsten Todesursachen bei Unter-Fünfjährigen, da sie gerade bei solch jungen Kindern schwer zu diagnostizieren ist.

Medizinische Einordnung und Hintergründe

Eine Lungenentzündung, in der Fachsprache auch als Pneumonie bezeichnet, ist eine Entzündung der Lungenbläschen oder des Lungengewebes. Besonders häufig tritt die Erkrankung im Säuglings- und Kleinkindalter auf, wenn das Immunsystem noch nicht über ausreichende Abwehrfunktionen verfügt. Medizinisch werden zwei Arten von Pneumonien unterschieden. Betrifft eine Entzündung die Atemwege sowie die angrenzenden Lungenbindegewebe, so handelt es sich um eine Bronchopneumonie. Hat sich die Entzündung in einem Lungenlappen oder in nur in einem Teil des Lungenbindegewebes entwickelt, spricht der Arzt von einer Segment- oder Lobärpneumonie. Statistisch betrachtet erkranken Babys und Kleinkinder häufig an Bronchopneumonien, während ältere Klein- und Schulkinder mit größerer Wahrscheinlichkeit von einer Lobärpneumonie betroffen sind. Je nach Altersgruppe können für die Erkrankung unterschiedliche Erreger verantwortlich sein.

Ursachen der Erkrankung

Eine typische Lungenentzündung bei jungen Menschen wird durch bakterielle Erreger, die sogenannten Pneumokokken, ausgelöst. Als atypische Pneumonie wird eine Lungenentzündung bezeichnet, die beispielsweise durch Chlamydien oder andere Erreger wie Mykoplasmen verursacht wird. Die Symptome bei einem atypischen Verlauf sind oft nicht stark genug ausgeprägt, wodurch die Pneumonie bei Kindern auch über Wochen unentdeckt bleiben kann. Eine Inkubationszeit von mehreren Tagen kann dazu führen, dass sich die Erreger über die Tröpfcheninfektion weiterverbreiten. Eine Lungenentzündung ist grundsätzlich ansteckend. Aus diesem Grund werden Säuglinge ab zwei Monaten gegen Pneumokokken geimpft, wobei dringend die viermalige Zusatzimpfung gegen Hämophilus influenzae Typ B empfohlen wird.
Der Lungenentzündung im Kleinkindalter geht in der Regel eine harmlos wirkende Erkältung, beispielsweise in Form einer Bronchitis, voraus. Aber auch auftretende Komplikationen während anderer Erkrankungen wie Masern oder Mukoviszidose können die Pneumonie im Kindesalter zur Folge haben. Da Mädchen und Jungen in Kindergärten und Schulen Kontakt zu vielen Altersgenossen haben, ist es ratsam, bei Symptomen einer Pneumonie die Erzieher darüber in Kenntnis zu setzen. So sind andere Eltern bei ersten Anzeichen einer Infektion bereits über das Krankheitsbild aufgeklärt.

Symptome und Verlauf

Als erste typische Anzeichen für eine Lungenentzündung gelten Husten und Fieber. Das Fieber kann durch eine Infektion rasch auf 39 Grad ansteigen. Die Atmung nimmt einen schnellen Rhythmus an und wird zunehmend als schmerzhaft empfunden. Durch Atemnot verringert sich die Sauerstoffzufuhr in der Lunge, sodass Fingernägel oder Lippen eine bläuliche Färbung annehmen. Zu den weiteren Symptomen gehören Schüttelfrost und eine körperliche Beeinträchtigung, die sich in Form von Kraftlosigkeit äußert. In solchen Fällen sollte unbedingt der Kinderarzt aufgesucht werden, damit die Entzündung nicht verschleppt wird und eine womöglich lebensbedrohliche Entwicklung der Krankheit vermieden werden kann.

Besonderheiten und Komplikationen

Eine verschleppte Lungenentzündung kann für Kinder schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Es drohen unter anderem eine Lungenfellentzündung oder Wasser- und Eitereinlagerungen in der Brust. Bei einem nicht charakteristischen Verlauf der Pneumonie wird die Infektion oftmals zu spät entdeckt. Alarmierend ist dies vor allem für Eltern, deren Nachwuchs weder starken Hustenreiz aufweist noch solche auffälligen Symptome wie hohes Fieber entwickelt. Hier sollte die Atmung genau untersucht werden. Dabei gilt: je kleiner der Sprössling, umso mehr Atemzüge pro Minute leistet die Lunge im Normalfall. Ist die Atmung jedoch auffallend flach, dann könnte das Kind von einer Lungenentzündung betroffen sein. Säuglinge sollten dabei nicht mehr als 50 mal pro Minute Luft holen, Kleinkinder bis fünf Jahren überschreiten ab 40 Atemzügen den Normbereich. Größere Mädchen und Jungen gelten hingegen bereits bei einer Atemfrequenz von mehr als 30 Atemzügen pro Minute als pneumoniegefährdet.

Diagnose

Bei der Diagnose einer Lungenentzündung im Kindesalter spielen die Symptome eine entscheidende Rolle. Wenn jedoch eine atypische Pneumonie vorliegt, kann die Infektion oftmals erst mithilfe der Röntgendiagnostik und einer Blutuntersuchung ausfindig gemacht werden. Die Entzündungswerte im Blut sind bei einer Infektion erhöht und liefern einen wichtigen Hinweis auf eine unentdeckte Erkrankung. Niedrige Werte im Bereich der weißen Blutkörperchen ermöglichen ebenfalls einen schnellen Aufschluss darüber, ob eine Lungenentzündung vorliegt. Ferner empfiehlt sich bei schwieriger Diagnose ein tiefer Nasen-Rachenabstrich, der im Falle des Vorliegens einer Erkrankung weitere Aufklärung über den Erregertyp liefern kann.


Empfohlene Behandlungsmethoden

Jede Lungenentzündung bei Kindern sollte unbedingt von einem Arzt begutachtet werden. Eltern werden angehalten, die Entscheidung darüber, welche Behandlungsmethoden für ihr Kind am besten sind, nicht allein und ohne ärztlichen Rat zu treffen. In den meisten Fällen – unabhängig davon, ob die Lungenentzündung bakteriellen oder virusartigen Ursprungs ist – wird der Kinderarzt Antibiotika verschreiben. Handelt es sich bei der Pneumonie um eine schwere Infektion, wird der Arzt das Kind vorsichtshalber in die Klinik einweisen lassen. Kinder im Alter unter fünf Jahren, insbesondere jedoch Säuglinge, werden bei einer gefährlichen Infektion vorzugsweise unter Beobachtung gestellt. Fällt die Diagnose positiv aus und die Pneumonie ist verhältnismäßig leicht zu behandeln, so bieten sich neben einer Behandlung mit Antibiotika alternative Heilmittel natürlichen Ursprungs an. Dazu eignen sich vor allem leicht verträgliche Kräuter wie Anis, Salbei, Kamille oder Thymian, die als Tee oder in Form einer Tinktur verabreicht werden können. Während das kindliche Immunsystem noch teils sensibel auf starke Medikamente reagiert, weisen zahlreiche Naturprodukte und Heilpflanzen keine besonderen Nebenwirkungen auf und haben sich bereits in der Behandlung von an Lungenentzündungen erkrankten Kindern bewährt.
Entsprechend des Krankheitsverlaufs wird der Einsatz solcher Mittel auf die jeweiligen Infektionsphasen abgestimmt. Zu Beginn einer Pneumonie muss das Fieber gesenkt, später dann kann der Husten behandelt werden. Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder, die noch kein eigenes Durstgefühl kennen, sollten während der gesamten Behandlungszeit stets mit ausreichenden Mengen an Flüssigkeit versorgt werden. Strenge Bettruhe ist in der gesamten Zeit der Erkrankung unumgänglich. Um weitere Komplikationen zu vermeiden, ist es notwendig, sowohl feucht geschwitzte Bettwäsche als auch den Pyjama des Erkrankten regelmäßig zu wechseln. Zu beachten ist, dass Kleinkinder, die vermehrt Sekret in der Lunge bilden und dieses beim Husten auswerfen, vorsichtig behandelt werden und im Idealfall unter ständiger Beobachtung stehen sollten. In diesem Alter können sich Kinder noch leicht am eigenen Schleim verschlucken. Wichtig sind aus diesem Grund die Verabreichung schleimlösender Mittel sowie der Einsatz von Brustwickeln, welche die Atemwege freimachen und die Durchblutung fördern.
Leichtes Abklopfen oder Massieren der Lunge kann dabei helfen, den Schleim effektiver zu lösen. Säuglinge sollten bei einer Pneumonie immer auf dem Rücken schlafen, da sie als Bauchatmer nur auf dem Rücken liegend frei atmen können. Schläft ein Baby nicht auf dem Rücken, wird es bei Atemnot nicht ausreichend mit Frischluft versorgt. Frische Luft jedoch ist für Kinder, die an einer Lungenentzündung leiden, grundsätzlich unabdingbar. Eltern müssen debei aber strikt darauf achten, dass ihr Nachwuchs nicht in Bereichen von Zugluft liegt.

Verschleppte Lungenentzündung

Verschleppte Lungenentzündung

Unterteilung der LungenentzündungenDie Pneumonie wird in primäre und sekundäre unterschieden: Bei einem ohne besondere Risikofaktoren erkrankten Patienten handelt es sich um die primäre Pneumonie. Hierzu im Gegensatz steht bei der sekundären Pneumonie ein auslösender Faktor oder ein Ereignis für die Krankheit im Vordergrund, daher gilt für diese Pneumonie auch die Einteilung in Risikogruppen. Die verschleppte Lungenentzündung kann also sowohl primär als auch sekundär vorab entstanden sein, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit bei Risikogruppen im Ganzen entsprechend höher, überhaupt zu erkranken.

Die Erreger primärer Lungenentzündungen sind zumeist Pneumokokken, Staphylokokken, Mykoplasmen, Chlamydien oder Viren wie zum Beispiel Influenza-Viren. Bei sekundären Pneumonien allerdings verschiebt sich das Spektrum zu Herpesviren, Pilzen, Protozoen (Vergiftung) und anaeroben Bakterien.

Risikogruppen

Für die sekundären Lungenentzündungen haben Menschen mit den wie folgt aufgeführten Faktoren ein erhöhtes Risiko einer Erkrankung:

– Schwäche des Immunsystems oder der Abwehrschwäche, HIV-Infektion, Chemotherapie, Krebs, Diabetes mellitus, Immunsuppression
– Allergische Krankheiten, Heuschnupfen
– Alte Menschen und Kleinkinder
– Vorherige Erkrankungen der Lunge, Mukoviszidose, Bronchiektasie

Ein erhöhtes Risiko einer Pneumonie liegt außerdem bei folgenden Voraussetzungen vor:

– Flache Atmung durch Bettlägerigkeit
– Intubation
– Raucher
– Lungenembolie
– Bronchialkarzinom/Krebs
– Herzschwäche/Herzinsuffizienz

Symptome der Pneumonie

Im typischen Verlauf äußert die Lungenentzündung plötzlich einsetzenden Husten, Atemnot und eine eingeschränkte Atmung. Hierbei entsteht eitriger Auswurf mit hohem Fieber, hohem Puls, Schmerzen in der Brust, teilweise Herzrasen und Schüttelfrost. Die Symptome ähneln zunächst einem grippalen Infekt, sind aber im Ganzen wesentlich akuter.

Als atypischer Verlauf wird der schleichende Beginn bezeichnet, der sich durch Husten, geringere Atemnot, wenigem und klarem Auswurf, Kopf- und Gliederschmerzen und leichtem Fieber äußert.

Unterschiedliche Therapieformen

Grundsätzlich wird nach der Art der Pneumonie unterschieden. Bei der schweren und sekundären Lungenentzündung muss ein Erregernachweis für eine gezielte und ganzheitliche Therapieform gefördert werden. Für die primäre und unkomplizierte Lungenentzündung gilt die einfache medikamentöse Behandlung zumeist nach einer Lungen-Röntgenaufnahme.

Wichtiges Merkmal: Zumeist haben die Patienten hierbei auch erhöhte CRP- und Leukozyt-Werte im Blut.

Vorgang der Untersuchung

Mit einem Stethoskop können beim Abhören die typischen feinen “Rasselgeräusche” festgestellt werden, die auftreten, wenn Luft leitende Teile befallen sind. Wenn die Luftbläschen also entzündet und verklebt sind, entsteht das knisternde Geräusch beim Ein- und Ausatmen. Handelt es sich um eine interstitielle Pneumonie, befällt diese allerdings zunächst das Lungengerüst und verursacht keine veränderten Atemgeräusche.

Da diese Untersuchung allerdings nur von begrenzter Aussagekraft für die eigentliche Diagnose ist, wird meistens nach Verdacht einer Pneumonie noch zusätzlich ein Röntgenbild der Lunge angefertigt, damit die entzündlichen und geschwollenen Lungenbereiche hell dargestellt werden können. Das normale Lungengewebe ist auf dem Röntgenbild dunkel dargestellt, insofern können sich die erkrankten Bereiche gut sichtbar abheben.

Ein hellerer Bereich ist in der Regel eine Verdichtung des Gewebes und entsteht durch die Besiedelung von Leukozyten und eine somit entzündliche Schwellung.

Bei besonders akuten und schweren Verläufen sind weitere Untersuchungsmöglichkeiten gegeben:

– Ultraschalluntersuchung
– Computertomographie der Lunge
– Blutkulturanlage, Nachweis durch Sekrete (Bronchialsekret, Sputum)
– Lungenbiopsie
– Untersuchung des Urins/Antigenuntersuchung bei Verdacht auf Befall durch Legionella oder Pneumokokken

Therapieformen

Prinzipiell reicht man zur Therapie einer Lungenentzündung Antibiotika in Abhängigkeit der Erreger, der Krankheitsschwere oder je nach Risikogruppe wie oben beschrieben (Alter, sonstige Nebenerkrankungen etc.). Hierzu kommen in der Regel noch fiebersenkende Mittel wie zum Beispiel Paracetamol oder Acetylsalicylsäure. Auf eine ausreichende Mindestflüssigkeitszufuhr von eineinhalb bis zwei Litern pro Tag sollte geachtet werden, dies erleichtert das Abhusten enorm und hilft bei Fieber und Schwitzen der Austrocknung entgegen. Je nach akutem Verlauf ist auch eine Atemtherapie einzuplanen. Schleimlösende Medikamente (Acetylcystein, Abroxol) oder pflanzliche Mittel (Gelomyrtol forte) sind ebenfalls in Begleitung zu den anderen Medikamenten einzunehmen. Für die Nacht empfiehlt sich ein Antitussivum bei störendem und trockenem Reizhusten.

Therapie bei sekundären Lungenentzündungen

In der Regel erfolgt hierbei eine Aufnahme im Krankenhaus, da der Erregernachweis dort durchgeführt wird und es als primäres Ziel gilt, eine entsprechende medikamentöse Therapie auswählen zu können. Dabei wird unterschieden zwischen Antibiotikagabe, Antimykotika (bei Pilzerkrankung) und Virostatika (bei Virenerkrankungen). In besonders schweren Fällen ist sogar eine maschinelle Beatmung von Nöten, hierbei ist das Risiko weiterer Schädigungen durch die Beatmung gegeben.

Wird also die Pneumonie nicht richtig auskuriert, können ernsthafte Schädigungen des Herzmuskels entstehen, welche tödlich enden können. Das Risiko weiterer Erkrankungen des Herzens bei einer verschleppten Lungenentzündung ist hoch und sollte nicht unterschätzt werden. Striktes Einhalten der Medikamentengabe, körperliche Ruhe und entsprechende Nachuntersuchungen sollten angestrebt werden, um Folgeschäden anderer Organe zu vermeiden.

Als Folgeschäden sind neben der Herzmuskelentzündung unter anderem Vernarbungen im Bereich des Lungengewebes, verringertes Luftvolumen, Schmerzen im vernarbten Bereich/Pleura und chronische Belastungsschmerzen in den Bronchien zu nennen.

Auch sollte die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen abgeklärt werden, um gegenbenenfalls präventive Maßnahmen zu ergreifen.